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US-Regierung betreibt mit der NSA internationale Internet-Spionage
pc-chaot
#1 Geschrieben : Freitag, 7. Juni 2013 09:58:43
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Die Serie von Berichten über angebliche Spionageaktionen der US-Regierung gegen die eigene Bevölkerung reißt nicht ab. Nach Informationen der Washington Post und der britischen Zeitung The Guardian zapfen der US-Geheimdienst NSA und die Bundespolizei FBI direkt die zentralen Rechner und damit die Kundendaten von fünf Internet-Firmen an – mit deren Zustimmung. Eines der angeblich beteiligten Unternehmen, Apple, wies das aber postwendend zurück.

Die US-Regierung habe unter anderem Zugang zu Videos, Fotos, E-Mails, Dokumenten und Kontaktdaten, hieß es in den Berichten, die in der Nacht zum Freitag veröffentlicht wurden. Dadurch seien Analysten in der Lage, die Bewegungen und Verbindungen von Personen über längere Zeiträume hinweg zu verfolgen.

Das Programm mit dem Code-Namen PRISM sei streng geheim. Die wenigen Washingtoner Kongressmitglieder, die davon wüssten, seien zu striktem Stillschweigen verpflichtet.

Der Sprecher des Weißen Hauses, Josh Earnest, nannte das Sammeln von Telefondaten unter diesem Gesetz legal. Derartige Aktionen erfolgten unter strikten Regulierungen und Kontrollen seitens des US-Kongresses, Justizministeriums und anderer Stellen. Sie hätten sich als "wichtiges Instrument beim Schutz der Nation vor Terrorbedrohungen erwiesen", sagte Earnest.

Erst vor wenigen Wochen war bekanntgeworden, dass sich das US-Justizministerium heimlich zahlreiche Verbindungsdaten der US-Nachrichtenagentur Associated Press (AP) beschafft hat. (mit Material der dpa)

QUELLE

Siehe dazu auch:


Presentation der NSA mit Namen angezapfter Firmen

Informationen über meine Test-Umgebungen <--- im Beitrag #4, auch mit den getesteten Betriebssystemen
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Ist man in kleinen Dingen nicht geduldig, bringt man die großen Vorhaben zum Scheitern. (Konfuzius)


mfG --pc-chaot--
pc-chaot
#2 Geschrieben : Freitag, 7. Juni 2013 10:38:12
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"O'zapft is" auch in Deutschland ?

Obwohl immer bestritten, gehen auch unsere "Rechtsorgane" manchmal (?) seltsame Wege bei der "Beschaffung relevanter Informationen" wie das letze öffentlich gemachte Beispiel zeigt:

Sachsen: Funkzellenabfrage bei Anti-Nazi-Protest war rechtswidrig

"[...]Die massenhafte Abfrage der Handydaten nicht nur in der Südvorstadt [von Dresden] hatte 2011 für heftige Proteste auch außerhalb Sachsens gesorgt. Bei der sogenannten Funkzellenabfrage waren auch Daten von Menschen erfasst worden, die sich gar nicht an den von Gewalt begleiteten Protesten gegen Neonazis beteiligt hatten. Bundestags- und Landtagsabgeordnete, Rechtsanwälte und Journalisten protestierten, weil sie sich in ihren Rechten verletzt sahen. Datenschützer kritisierten die Aktion als unverhältnismäßig.[...]

Auch in diesem Bericht werden Teile der zukünftig angestrebten Überwachungspolitik angeschnitten:

BKA pflegte regen internationalen Austausch über Überwachungstechnik

"[...]Nach Auskunft des BMI wurden im Zusammenhang mit der Zielfahndung nach Schwerstkriminellen mit den Partnerländern auch "Informationen und Erfahrungen" über den "Einsatz der stillen SMS als Möglichkeit zur Ortung von Mobiltelefonen" ausgetauscht. Bei Stillen SMS handelt es sich um spezielle Nachrichten, die auf ein Handy verschickt werden, aber für den Handybesitzer unsichtbar sind. Mit ihnen kann der Standort eines Handybenutzers über die Funkzelle, in die ein Handy eingeloggt ist, geortet werden. Da Stille SMS einen Eingriff in den Schutzbereich des Grundgesetzartikels 10 darstellen, müssen sie – außer bei Gefahr im Verzug – von einem Richter genehmigt werden. Wie das BMI nun mitteilte, tauschte sich das BKA über die Stille SMS mit Kroatien, Österreich und der Schweiz aus.[...]"

Bereits im Mai letzten Jahres hatte die Linksfraktion des Bundestages die "Mail-Überwachung" kritisiert:

Linksfraktion kritisiert Mail-Schnüffelpraxis deutscher Geheimdienste

"[...]Die Linksfraktion im Deutschen Bundestag kritisiert die Antwort der Bundesregierung (PDF-Datei) auf ihre Kleine Anfrage zur "strategischen Fernmeldeaufklärung" der BRD. Hinter dieser Formulierung verbirgt sich die Praxis deutscher Geheimdienste, den ins Ausland führenden ebenso wie den eintreffenden Mailverkehr mit Stichproben zu überwachen, Die festgelegte Quote, 20 Prozent des Mailverkehrs mit 16.400 Begriffen zu überprüfen, werde wahrscheinlich deutlich überschritten, kritisieren die Abgeordneten Andrej Hunko und Jan Korte.[...]"

Weitergehende Informationen findet Ihr auch hier im Forum zum Thema "Staatstrojaner"

Ebenfalls interessant und zum Thema passend:

"Ach wie gut, dass niemand weiß ... Wie anonym sind Internet-Nutzer wirklich?"

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mfG --pc-chaot--
Emigrant
#3 Geschrieben : Montag, 10. Juni 2013 11:44:55
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US-Abhöraffäre: Aufdecker enthüllt seine Identität

Zitat:
In einem Interview mit dem britischen Guardian sprach der IT-Techniker Edward Snowden erstmals über seine Rolle in der Aufdeckung des wahrscheinlich größten Abhörskandals ("PRISM") in der Geschichte der Vereinigten Staaten. Und was er der britischen Tageszeitung verriet, trägt nicht gerade zur Beruhigung derjenigen bei, die sich um ihre Privatsphäre sorgen.


Zitat:
Als Motiv gab er an, dass er "nicht in einer Gesellschaft leben will, die derartige Dinge macht."


Zitat:
Snowden sagt, dass es keine Rolle spielt, ob man etwas falsch macht oder nicht, man wird in jedem Fall abgehört. Die Daten werden auch aufgrund immer größerer Speicherkapazitäten über Jahre archiviert, sobald ein Verdacht vorliegt, könne die NSA auf eine detaillierte Geschichte einer Person auch im Nachhinein zurückgreifen. Das NSA-Überwachungssystem sprenge alle Dimensionen, der Nachrichtendienst sei in der Lage, praktisch alles abzufangen: E-Mails, Passwörter, Zahlungsinformationen und vieles mehr.


Zitat:
Snowden betonte dabei auch, dass er sich bewusst entschieden habe, die Öffentlichkeit darüber aufzuklären. Wäre es ihm alleine darum gegangen, den USA zu schaden, dann hätte er die Daten, auf die er Zugriff hatte, auch verkaufen können oder ähnliches.


QUELLE
pc-chaot
#4 Geschrieben : Montag, 10. Juni 2013 11:57:27
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US-Regierung: Keine Datensammlung mit PRISM

Die US-Regierung hat Berichte über eine ausufernde Sammlung von Daten im Internet durch ein System mit dem Namen PRISM zurückgewiesen. "PRISM ist kein geheimes Programm zum Sammeln oder Aufsaugen von Daten", erklärte US-Geheimdienstkoordinator James Clapper am Samstag. "Es ist ein internes Computersystem der Regierung." Es diene dazu, das gesetzlich erlaubte Sammeln elektronischer Informationen bei der Auslandsaufklärung zu unterstützen. Die Regierung erhalte Informationen von Servern amerikanischer Internet-Unternehmen nur auf Gerichtsbeschluss.
Der Bericht der New York Times erwähnt PRISM nicht beim Namen und es geht nur um die Übermittlung von Daten in Einzelfällen und auf rechtlicher Grundlage. Zugleich werden die Anfragen nach dem Auslandsspionage-Gesetz FISA (Foreign Intelligence Surveillance Act) von einem eigens dafür zuständigen Gericht freigegeben und sie seien so geheim, dass nicht einmal ihre Existenz bestätigt werden dürfe, schrieb die Zeitung. Die in FISA-Anfragen eingeforderten Daten zu übergeben sei Pflicht – der Regierung den Zugriff auf die Informationen zu erleichtern aber nicht, deswegen habe etwa der Kurzmitteilungsdienst Twitter dies ablehnen können.

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Emigrant
#5 Geschrieben : Montag, 10. Juni 2013 12:07:48
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Dann bin ich ja beruhigt.

pc-chaot
#6 Geschrieben : Montag, 10. Juni 2013 12:20:32
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Hmmmm....denk

gegen das offizielle Dementi spricht so einiges:

"...Snowden beschrieb im Guardian dagegen sogar noch eine größere Dimension der Datensammlung als die von ihm enthüllten Dokumente andeuten: "Die NSA hat eine Infrastruktur aufgebaut, die ihr erlaubt, fast alles abzufangen." Damit werde der Großteil der menschlichen Kommunikation automatisch aufgesaugt. "Wenn ich in ihre E-Mails oder in das Telefon ihrer Frau hineinsehen wollte, müsste ich nur die abgefangenen Daten aufrufen. Ich kann ihre E-Mails, Passwörter, Gesprächsdaten, Kreditkarteninformationen bekommen."

Snowden war am 20. Mai 2013 mit den Dokumenten nach Hongkong geflohen und sprach dort mit dem Guardian. Er ist sich über die Konsequenzen seines Handelns bewusst. "Nichts Gutes", lautete seine Antwort auf die Frage, was mit ihm weiter passieren werde. Er gehe davon aus, dass er nie wieder mit seiner Familie oder seinen Freunden Kontakt aufnehmen könne. Seine Hoffnung sei, dass ihn Hongkong nicht ausliefern werde, auch wenn ihm das Risiko einer Gefängnisstrafe von Anfang an klar gewesen sei. "Ich glaube nicht, dass ich mein Zuhause jemals wiedersehen werde."

Hongkong habe er sich als Ziel ausgesucht, weil sich die Sonderwirtschaftszone dem Recht auf freie Rede und auf politische Abweichung verpflichtet habe. Die Regierung Hongkongs sei unabhängig von China, sagte Snowden. Die USA werde möglicherweise einen Auslieferungsantrag stellen oder die chinesische Regierung könne ihn als wichtige Informationsquelle betrachten. Auch könne er entführt und in die USA gebracht werden, lauten die Befürchtungen laut Guardian.

Snowden agierte demnach auch bei der CIA, als Mitarbeiter mehrerer externer Unternehmen wie die Unternehmensberatung Booz Allen Hamilton und der PC-Hersteller Dell. Er beschreibt sein bisheriges Leben als angenehm mit einem Jahresgehalt von 200.000 US-Dollar, einem sicheren Job und ein Zuhause in Hawaii, in dem er mit seiner Freundin gelebt habe. Er wolle dies opfern, weil er es nicht mit seinem Gewissen vereinbaren könne, dass die US-Regierung die Privatsphäre, die Freiheit des Internets und grundlegende Freiheiten weltweit mit seinem Überwachungsapparat zerstöre...."

Ich wäre da wegen Beruhigung eher skeptisch....

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pc-chaot
#7 Geschrieben : Dienstag, 11. Juni 2013 14:27:35
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EU-Parlamentarier fordern Aufklärung der US-Internetüberwachung

Vertreter fast aller Fraktionen im Europaparlament haben sich alarmiert über die Enthüllungen zur Überwachung des Internet-Datenverkehrs von EU-Bürgern durch US-Geheimdienste gezeigt. Vertreter von Konservativen, Sozialisten, Liberalen und Grünen forderten die Europäische Kommission auf, die USA auf dem Gipfeltreffen Ende der Woche zur Rechenschaft zu ziehen. Auch müsse die geplante EU-Datenschutzverordnung rasch vorangetrieben werden. Durch sie werde klargestellt, dass EU-Standards für US-Firmen, die Daten von EU-Bürgern verarbeiten, bindend seien.
EU-Verbraucherkommissar Tonio Borg erklärte, EU-Justizkommissarin Viviane Reding werde auf dem EU-USA-Ministertreffen am Freitag in Dublin "energisch und entschieden" Aufklärung verlangen. Die USA müssten sich verpflichten, die Grundrechte europäischer Bürger ebenso zu sichern wie die von US-Bürgern.

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#8 Geschrieben : Dienstag, 11. Juni 2013 19:28:50
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PRISM: Ex-Staatsanwalt verklagt Obama und NSA

Zitat:
Wegen des Abhörskandals in den USA hat ein ehemaliger Staatsanwalt gemeinsam mit den Eltern eines in Afghanistan verstorbenen Soldaten Klage gegen verschiedene Beteiligte eingereicht.

Zitat:
Dabei ging es im Grunde um solche Informationen, wie sie hierzulande durch die Vorratsdatenspeicherung erfasst werden sollen. Die Kläger kritisieren unter anderem, dass es für das Vorgehen keine gesetzliche Grundlage gebe, die unter anderem regeln würde, wer in welchem Fall auf diese Daten zugreifen darf und was anschließend mit ihnen geschieht.


Zitat:
Wie in der Klageschrift ausgeführt wird, sei durch das PRISM-Programm gleich gegen drei Verfassungszusätze verstoßen worden. So sei es beispielsweise ein Angriff auf das Recht auf freie Meinungsäußerung und ein Angriff auf die Versammlungsfreiheit, da Bürger nachgewiesenermaßen von ihren Rechten weniger frei Gebrauch machen, wenn sie dabei von staatlichen Stellen überwacht werden.


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pc-chaot
#9 Geschrieben : Mittwoch, 12. Juni 2013 13:26:52
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PRISM: Kritik an US-Datensammelwut aus allen Richtungen

Nach der Aufdeckung der massiven Spionageaktivitäten der USA im Internet formiert sich auch in den USA breiter Widerstand gegen die Überwachungsmethoden. Unter dem Motto "Stop Watching Us" (Hört auf, uns zu beobachten) eröffnete eine Gruppe von Firmen und Bürgerrechtsorganisationen eine Kampagne gegen die Überwachung von Internet- und Telefondaten durch den US-Geheimdienst NSA. Europäische Politiker fordern Aufklärung über das Ausmaß der Überwachung. Kanada gab zu, das Internet ähnlich auszuspionieren.
Kongressmitglieder wurden am Dienstag in Washington hinter verschlossenen Türen über die geheimen Anti-Terror-Aktionen der NSA informiert. Einzelne Politiker äußerten ihre Sorge über ausufernde Eingriffe in die Privatsphäre der Bürger, während die meisten die Maßnahmen aber unterstützten. Kanadas Verteidigungsminister Peter MacKay bestätigte, dass sein Land ebenfalls ein Abhör- und Spähprogramm betreibe. Er habe den Geheimdienst CSE autorisiert, die Telekommunikation weltweit auszuspähen und digitale Spuren von Telefon- und Internetverbindungen zu sammeln. "Das ist etwas, was seit Jahren passiert."

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#10 Geschrieben : Mittwoch, 12. Juni 2013 14:33:02
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PRISM: Internet-Nutzer wollen die NSA "trollen"

Zitat:
Wie die österreichische Tageszeitung derStandard berichtet, will die Netzgemeinschaft heute Abend auf ungewöhnliche Art und Weise gegen die als PRISM bekannt gewordene Totalüberwachung der National Security Agency (NSA) protestieren.


Zitat:
Und zwar hat die Aktion "Operation Troll the NSA" auf ihrer Webseite dazu aufgerufen, am heutigen Mittwoch um genau 19 Uhr Mitteleuropäischer Sommerzeit E-Mails zu versenden, auf die die NSA-Überwachungsprotokolle anspringen könnten.


Zitat:
Man liefert dabei auch einen vorgefertigten Text, der in die jeweiligen Nachrichten kopiert werden soll. Das Schreiben ist in seiner Gesamtheit inhaltlich völlig harmlos, enthält aber zahlreiche Stichworte und Phrasen, die bei der NSA für Alarmglocken sorgen könnten.

Zitat:
Wer hinter der Aktion steckt, ist natürlich nicht bekannt. Über Sinn und Zweck kann man wohl auch streiten, man ordnet sie aber wahrscheinlich am besten in die Kategorie "Internet-Spaß-Guerilla" ein. Dennoch seien alle auch gewarnt, dass die US-Behörden im Normallfall vollkommen Humor-resistent sind. Wer also demnächst einen USA-Besuch plant, sollte sich vielleicht lieber doch zurückhalten.


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pc-chaot
#11 Geschrieben : Donnerstag, 13. Juni 2013 09:33:29
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Snowden: USA hacken Hongkong und China seit Jahren

Edward Snowden bringt eine Wende in die seit Monaten anhaltenden Debatte um mutmaßliche Hackerangriffe aus China gegen die USA. Wie der Whistleblower der Hongkonger Zeitung South China Morning Post berichtete, lasse der US-Geheimdienst NSA sowohl Ziele in Hongkong als auch auf dem chinesischen Festland durch Hacker angreifen.

So habe es seit 2009 mehrere hundert Angriffe gegeben. Weltweit seien mehr als 61.000 Hackerangriffe geführt worden. Laut Snowden hacke die NSA vor allem große Netzknoten, um Zugriff auf die Kommunikation von gleich mehreren Tausend Rechnern zu erhalten und nicht jeden einzeln angreifen zu müssen. In Hongkong und China konzentrierten sich die Attacken auf Universitäten, Regierungsbeamte, Unternehmen und Studenten.

Derweil stellte sich in den USA der Leiter der NSA, General Keith B. Alexander, Fragen von Abgeordneten. Wie die New York Times berichtet, verteidigte Alexander die Datensammlungen der NSA. Gerade die Auswertung von Telefondaten habe "Dutzende Terrorangriffe" verhindert. Laut der Senatorin Dianne Feinstein würden die Daten nach fünf Jahren vernichtet und nur dann überprüft, wenn etwa Hinweise auf eine Verbindung zu Al-Qaida oder den Iran bestehen. Ohne eine Bevollmächtigung dürfe kein Anruf untersucht werden.

Stimmen Snowdens Berichte, werden die anhaltenden Anschuldigungen der USA gegen die chinesische Regierung in Zukunft kleinlauter ausfallen müssen. Mit dem Bericht der Sicherheitsfirma Mandiant zu Cyberattacken aus China, der belegte, dass es eine professionelle von der Regierung unterstützte Hackergruppe geben müsse, die gegen Ziele in den USA vorgeht, ging die US-amerikanische Regierung in die Offensive. Sowohl der US-Verteidigungsminister als auch der Außenminister übten öffentlich Druck auf die chinesische Regierung aus, Angriffe zuzugeben und einzustellen. Die chinesische Regierung wehrte sich stets gegen diese Anschuldigungen und wies darauf hin, dass auch sie Opfer von Hackerangriffen – mutmaßlich aus den USA – geworden sei. Die öffentlichen Äußerungen der Staaten entwickelten sich zu einem Schuldzuweisungs-Ping-Pong.

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#12 Geschrieben : Freitag, 14. Juni 2013 14:03:54
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Bericht: Tausende US-Firmen kooperieren mit Geheimdiensten

Die Zusammenarbeit zwischen US-Geheimdiensten und US-amerikanischen Unternehmen ist offenbar noch breiter als es die jüngsten Enthüllungen vermuten ließen. Tausende Firmen versorgten die Geheimdienste mit Informationen und bekämen im Gegenzug Vorteile wie Zugang zu geheimen Spionage-Erkenntnissen, berichtete die Finanznachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf informierte Personen. Die Unternehmen gäben dabei Informationen wie Geräte-Spezifikationen weiter, um Kundendaten gehe es nicht. Mit solchem Wissen könnten die Geheimdienste zum Beispiel fremde Computer leichter ausspähen.

An diesen Kooperationen beteiligten sich verschiedenste US-Unternehmen wie Hersteller von Software und Geräten, Banken, Anbieter von Satelliten-Kommunikation und Spezialisten für Internet-Sicherheit, schrieb Bloomberg.

So liefere Microsoft Geheimdiensten Informationen über Fehler in seiner Software, bevor die Schwachstellen mit Updates geschlossen werden. Ein Konzern-Sprecher sagte Bloomberg, solche Vorab-Hinweise sollten der Regierung einen Vorsprung für die Risiko-Einschätzung geben. Die Bloomberg-Quellen betonten zugleich, solche Unterstützung durch Microsoft und andere Unternehmen erlaube es den US-Diensten, Schwachstellen in Software auszunutzen, die an Regierungen anderer Länder verkauft werde.

Der Whistleblower Edward Snowden hatte vergangene Woche von einer weitreichenden Überwachung des Internet vor allem durch den Geheimdienst NSA berichtet.

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#13 Geschrieben : Montag, 17. Juni 2013 09:47:59
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NSA hört ohne Gerichtsbeschluss ab

Nach Angaben des demokratischen Kongressabgeordneten Jerrold Nadler hat die National Security Agency (NSA) der USA Telefongespräche nur Aufgrund der Entscheidung "eigener Analysten" abgehört. Einen Gerichtsbeschluss habe die NSA für das Abhören nicht benötigt. Das berichtet CNET. Der Abgeordnete habe davon während eines als geheim eingestuften Informationsgesprächs im Weißen Haus erfahren.

Das Medium spekuliert, die Behörde habe möglicherweise aufgrund derselben Grundlage auch SMS-, Direct-Messaing- und E-Mail-Nachrichten mitgelesen. Denn für die Internetkommunikation würden "dieselben gesetzlichen Regeln" (legal standards) gelten wie für die Telefonüberwachung.

Brewster Kahle, Gründer des Internet Archive, schätzt das jährliche Datenvolumen der unkomprimierten US-internen Telefondaten auf 272 Petabyte. Er geht von rund 300 Telefonminuten pro Monat und US-Bürger aus, während die offizielle Statistik für 2011 nur auf rund 180 Minuten kommt – in dem Fall wären nur 163 Petabyte jährlich aufzubewahren.

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#14 Geschrieben : Dienstag, 18. Juni 2013 09:12:10
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Informant Snowden bekräftigt Vorwürfe zu US-Überwachung

Edward Snowden, der den aktuellen Skandal um US-Spionage im Internet ins Rollen brachte, hat seine Vorwürfe ausdrücklich bekräftigt. US-amerikanische Geheimdienst-Analysten könnten Zugang zu Informationen bekommen, egal wonach sie suchen, erklärte Snowden am Montag in einem Chat. "Telefonnummer, E-Mail, Benutzername, Handy-Identifikationsnummer – es ergibt keinen Unterschied." Die Einschränkungen seien nicht technischer, sondern politischer Natur. Kontrollen seien sehr lückenhaft. Snowden versprach weitere konkrete Details dazu.

Snowden beantwortete am Montagnachmittag nach Angaben der Zeitung Guardian live Fragen von Internet-Nutzern. Der Guardian, dem Snowden geheime Dokumente des amerikanischen Spionage-Dienstes NSA übergeben hatte, hatte den Chat organisiert.

US-amerikanische Internet-Unternehmen hatte vehement bestritten, US-Geheimdiensten direkten Zugang zu ihren Servern zu gewähren. Snowden nannte ihre Dementis irreführend. Sie seien rechtlich gezwungen, über Details des Programms zu schweigen. Der ehemalige Geheimdienst-Techniker wiederholte auch seine Behauptung, er hätte mühelos Informationen jedes Amerikaners und sogar eine private E-Mail-Adresse des Präsidenten anzapfen können.

Der 29-Jährige wies den Verdacht zurück, er sei nach Hongkong geflohen, weil er mit chinesischen Behörden zusammenarbeite. "Nein. Ich habe keinen Kontakt mit der chinesischen Regierung gehabt." Wäre er ein chinesischer Agent gewesen, hätte er sich nach Peking abgesetzt.

"Verschlüsselung funktioniert", sagte Snowden dazu, wie man seine Kommunikation vor Geheimdienst-Schnüffeleien schützen könne. Allerdings seien die Sicherheits-Barrieren bei den Endgeräten selbst so schwach, dass die NSA sie umgehen könne.

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pc-chaot
#15 Geschrieben : Mittwoch, 19. Juni 2013 10:30:18
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Obama zu NSA-Spionage: Sicherheit erfordert Kompromisse

US-Präsident Barack Obama hat die enthüllten Überwachungsprogramme des US-Geheimdienstes NSA verteidigt. In einem ausführlichen Interview mit dem US-Journalisten Charlie Rose versicherte er außerdem, dass es genügend Kontrollen und Ausgleichsmechanismen ("checks and balances") gebe. Seiner Meinung nach müssten die USA nicht ihre Freiheit aufgeben, um Sicherheit zu gewährleisten. Gewisse Zugeständnisse seien jedoch nötig.

Den US-Bürgern versicherte Obama, dass die NSA weder ihre Telefongespräche abhört noch ihre E-Mails liest, außer es gibt eine individuelle richterliche Verfügung. Dem Hinweis, dass der dafür zuständige Foreign Intelligence Surveillance Court (FISC) keine derartige Anfrage ablehnt, wich Obama aus. Er sagte lediglich, die Zahl an Anfragen sei überraschend klein und außerdem würden sich die Leute doch nicht an ihn wenden, wenn sie keinen sehr guten Verdacht hätten. Im vergangenen Jahr genehmigte der FISC alle 1788 Anträge auf eine elektronische Überwachung.

Erneut begrüßte Obama die gegenwärtige Debatte über die Überwachung. Gleichzeitig erinnerte er daran, dass es sein Job sei, das amerikanische Volk zu schützen, genauso wie "die amerikanische Art zu leben". Das schließe die Privatsphäre ein. Er müsse jedoch entscheiden, welche Kompromisse eingegangen werden, um das zu gewährleisten. So würde jeder von uns die Entscheidung treffen, am Flughafen strengere Sicherheitskontrollen zu durchlaufen als früher: "Ich denke nicht, dass jemand sagt, wir sind nicht mehr frei, weil wir Kontrollpunkte an Flughäfen haben."

Obama nannte es eine legitime Kritik, dass die Öffentlichkeit trotz all der Kontrollmechanismen durch den Kongress und Gerichte nicht genug wisse. Deswegen habe er die Geheimdienste angewiesen, zu prüfen, wie viel noch veröffentlicht werden kann, ohne den Programmen weiter zu schaden. Außerdem habe er ein Kontrollgremium, bestehend aus freien Bürgern, eingerichtet. Mit denen wolle er sich treffen und darüber hinaus eine nationale Diskussion über den Umgang mit den großen Datenmengen organisieren. Denn das betreffe nicht nur die Regierung, sondern auch Unternehmen.

Zum Schicksal des Whistleblowers Edward Snowden wollte sich Obama nicht weiter äußern. Der Fall liege jetzt in den Händen des Justizministeriums, das nun für die Untersuchung und einen möglichen Auslieferungsantrag zuständig sei.

Die Enthüllungen über die umfangreiche NSA-Spionage sollen auch ein Thema während des Berlin-Besuchs von Barack Obama werden, der am heutigen Dienstag beginnt. Bundeskanzlerin Angela Merkel will den US-Präsidenten darauf ansprechen.

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#16 Geschrieben : Freitag, 21. Juni 2013 14:34:55
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Bericht: NSA-Spionage ohne eigene richterliche Genehmigung

Der Einfluss von NSA-Analysten auf die Entscheidung, wer von dem US-Geheimdienst überwacht wird, ist deutlich größer als bislang von offizieller Seite eingestanden. Das zeigen ein geheimes und ein streng geheimes Dokument, die der Guardian veröffentlicht hat. Analysten entscheiden demnach selbstständig, ob von einer möglichen Zielperson "vernünftigerweise" angenommen werden kann, dass sie kein US-Staatsbürger ist und sich außerhalb des Landes aufhält. Dann könne sie ohne eine eigens eingeholte richterliche Genehmigung überwacht werden.

Seit Bekanntwerden des umfangreichen Spionageprogramms der NSA verteidigen die US-Behörden die Überwachung mit unterschiedlichen Argumenten. So treffe es nur Nicht-US-Bürger und es gebe eine richterliche Aufsicht durch den Foreign Intelligence Surveillance Court (FISC), dessen Entscheidungen jedoch geheim bleiben. Aber wenn nicht davon ausgegangen wird, dass es sich bei der Zielperson um einen US-Bürger handelt, reichen dem NSA-Analysten laut Guardian ganz allgemeine Verfügungen des FISC. Die beziehen sich dann gar nicht auf bestimmte Zielpersonen. Sie gelten demnach für bis zu zwölf Monate und verpflichten Telefonanbieter sowie Internet-Dienste, die Kommunikation eines Individuums offenzulegen.

Die nun veröffentlichten Dokumente legen aber außerdem nahe, dass einmal abgegriffene Informationen auch dann nicht unbedingt gelöscht werden müssen, wenn klar wird, dass ein US-Bürger daran beteiligt war. Der NSA-Direktor kann verfügen, dass gesammelte Informationen behalten werden, wenn darin "bedeutende nachrichtendienstliche Erkenntnisse" vermutet werden. Das gleiche gilt, wenn darin Beweise für ein Verbrechen erwartet werden oder wenn die Daten verschlüsselt sind. Die dürfen so lange aufbewahrt werden, bis sie entschlüsselt werden können.

Das bestätigt offenbar weitere Vorwürfe des NSA-Whistleblowers Edward Snowden, der erläutert hatte, wie groß der Einfluss des Analysten bei der tatsächlichen Überwachung ist. Er muss "vernünftigerweise annehmen", dass eine Zielperson sich nicht in den USA aufhält und kein US-Bürger ist. Snowden hatte bereits erklärt, dass diese Einschränkungen politischer, nicht technischer Natur seien und die Kontrollen lückenhaft. In einer geheimen Anhörung hatte die NSA das laut Cnet bereits eingestanden. Demnach gibt es Tausende niederrangige NSA-Analysten die solch eine Überwachung einleiten können.

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#17 Geschrieben : Sonntag, 30. Juni 2013 10:47:09
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Bericht: US-Geheimdienst verwanzt und infiltriert EU-Institutionen

Der US-Geheimdienst NSA späht nach Informationen des Nachrichtenmagazins Der Spiegel offenbar gezielt die Europäische Union aus. Dies gehe aus geheimen Dokumenten hervor, die der Informant Edward Snowden mitgenommen habe und die der Spiegel teilweise einsehen konnte, wie das Magazin am Samstag berichtete.

Demnach habe der Geheimdienst die diplomatische Vertretung der EU in Washington sowie bei den Vereinten Nationen in New York mit Wanzen versehen und das interne Computernetzwerk infiltriert. Ein Papier der NSA vom September 2010 beschreibe dies genau. Somit hätten die Amerikaner Besprechungen abhören und Dokumente sowie Mails auf den Computern lesen können. In dem NSA-Dokument würden die Europäer ausdrücklich als "Angriffsziel" benannt. Eine Sprecherin der EU-Kommission wollte den Bericht am Samstag auf Anfrage nicht kommentieren.

Laut Spiegel hat die NSA vor etwas mehr als fünf Jahren auch am Sitz der EU in Brüssel einen Lauschangriff gestartet. So seien den EU-Sicherheitsexperten mehrere fehlgeschlagene Anrufe aufgefallen, die offenbar einer Fernwartungsanlage im Justus-Lipsius-Gebäude – dem Sitz des EU-Ministerrates und des Europäischen Rates – gegolten hatten.

Die Spur des Anrufers habe ins Nato-Hauptquartier im Brüsseler Vorort Evere geführt, wo in einem abgeschirmten Bereich Experten der NSA säßen. In dem EU-Ratsgebäude hat jeder EU-Mitgliedstaat Räume mit Telefon- und Internetanschluss, in die sich Minister zurückziehen können.

Mit Terrorabwehr werden die USA derlei Lauschangriffe wohl kaum begründen können.

QUELLE

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#18 Geschrieben : Montag, 1. Juli 2013 11:30:01
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PRISM überwacht in Echtzeit

Der US-Schnüffeldienst PRISM sammelt nicht einfach nur Daten von Microsoft, Google, Facebook, Youtube, Skype und anderen, sondern kann Anwender offenbar auch in Echtzeit überwachen. Das geht aus vier neuen Folien hervor, die die Washington Post über das (jetzt nicht mehr ganz so) geheime Programm der US-Nachrichtendienste veröffentlicht hat.

Demnach erhält PRISM sofort eine Nachricht, wenn sich ein überwachter User zum Beispiel in einen der ausspionierten Dienste einloggt, einen Chat startet, eine E-Mail versendet oder sich abmeldet.

Die Folie über den "PRISM Tasking Process" legt nahe, dass die Geheimdienste keinen direkten Zugriff auf die gewünschten Daten haben, sondern sie über "Selektoren" (Schlüsselwörter) definieren, die eine beim Dienstanbieter installierte Filtersoftware parametrisieren.

Wenn PRISM eine Mitteilung darüber erhält, dass sich ein Anwender etwa bei Skype eingeloggt hat, kann die NSA automatisch das darauf folgende Gespräch in Text- oder Sprachform mitschneiden.


Der Screenshot vom PRISM-Web-Interface zeigt, dass über 100.000 Personen von der Echtzeitüberwachung betroffen sind.


Ein Analyst formuliert sein Überwachungsbegehren über Schlüsselbegriffe ("selectors") sowie die Zielperson und reicht es an seinen Vorgesetzten weiter. Dieser muss mit "51 Prozent Überzeugung" dem Analysten zustimmen, dass die Zielperson weder US-Bürger ist noch sich in den USA aufhält.


Die mitgeschnittenen Daten landen je nach Anforderung bei FBI, CIA und NSA.


Die NSA kann den Folien zufolge E-Mails, VoIP-Ströme und Chats mitschneiden und in Echtzeit verarbeiten. Ein System namens "Nucleon" ist dabei für Sprachnachrichten zuständig, "Pinwale" für Videos, "Mainway" für Anruflisten und Marina für Internetverbindungen. "Fallout" und "Conveyance" sind der Washington Post zufolge dazu da, die Datenströme dahingehend auszudünnen, dass sie nicht allzu viele Informationen über US-Bürger enthalten.

QUELLE und Folienbilder in Groß

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#19 Geschrieben : Donnerstag, 4. Juli 2013 11:11:47
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Zeitung: US-Regierung registriert gesamten Briefverkehr in USA

Die USA lassen einem Zeitungsbericht zufolge den gesamten Briefverkehr innerhalb des Landes registrieren. Absender und Empfänger jeder über den staatlichen Postdienst USPS verschickten Sendung werden von Computern abfotografiert, berichtet die New York Times. Die Zeitung beruft sich dabei unter anderem auf Mitarbeiter des US-Justizministeriums und auf einen ehemaligen FBI-Agenten.

Rund 160 Milliarden Postsendungen sollen in dem vermeintlichen Überwachungsprogramm "Mail Isolation Control and Tracking" (MICT) vergangenes Jahr fotografiert worden sein. Auf diesem Wege soll die US-Regierung die Briefkontakte von Millionen Amerikanern zurückverfolgen können. Wie lange die Daten gespeichert werden, geht aus dem Bericht nicht hervor. Laut der Zeitung wurde MICT im Jahr 2001 ins Leben gerufen, nachdem Briefe mit dem tödlichen Gift Anthrax an US-Politiker verschickt worden waren. Die Giftbriefe kosteten in den USA fünf Menschen das Leben.

Ähnlich wie die Abhörmaßnahmen des US-Geheimdienstes NSA diene das MICT-Programm vor allem der Arbeit amerikanischer Strafverfolgungsbehörden, schreibt die Zeitung. Dank der gesammelten Daten sei es dem FBI gelungen, die Schauspielerin Shannon Guess Richardson wegen des mutmaßlichen Versands von Giftbriefen an Präsident Barack Obama und New Yorks Bürgermeister Michael Bloomberg aufzuspüren.

"Es ist eine Informations-Goldgrube", wird ein ehemaliger FBI-Agent in der New York Times zitiert. Schon die Briefumschläge reichten aus, um wertvolle Hinweise für die Ermittler zu sammeln. Einen Brief tatsächlich zu öffnen, erfordert dagegen den Beschluss eines Richters.

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#20 Geschrieben : Samstag, 6. Juli 2013 10:50:19
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EU und USA sprechen nicht über Spionage

Die 28 EU-Mitgliedstaaten konnten sich nicht auf ein gemeinsames Gremium verständigen, das mit den USA die Geheimdienstaktivitäten in diplomatischen Vertretungen besprechen sollte. Gescheitert sei die Initiative am Widerstand Großbritanniens und Schwedens, berichtet der Guardian. Stattdessen werde ab kommenden Montag nur das Überwachungsprogramm PRISM mit Washington besprochen, da es dabei darum gehe, die Privatsphäre der Bürger zu schützen. Die Vorwürfe, die USA würden auch Botschaften abhören, beträfen dagegen die nationale Sicherheit. Darüber sollten die Länder einzeln mit den Vereinigten Staaten diskutieren.

Die Gespräche über PRISM und Datenschutz sollen parallel zu den Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen zwischen der USA und der EU stattfinden. Damit solle den Regierungen in Berlin und Paris auch die Möglichkeit gegeben werden, angesichts der Enthüllungen, ihr Gesicht zu wahren. Die eher "traditionelle" Bespitzelung von Botschaften läge dagegen nicht im Zuständigkeitsbereich der EU. Darauf habe Großbritannien bestanden und auch Schweden habe seinen Widerstand trotz persönlicher Intervention der gegenwärtigen EU-Ratsvorsitzenden Dalia Grybauskaitė nicht aufgegeben.

Nach den Enthüllungen über die umfangreiche Überwachung des Internets durch den US-Geheimdienst NSA, war Großbritannien selbst in die Kritik geraten. Im Rahmen des anhand der Unterlagen des NSA-Whistleblowers Edward Snowden enthüllten Programms Tempora soll der Internetverkehr noch massiver ausgehorcht werden, als bei PRISM. In beiden Ländern berufen sich die Geheimdienste darauf, dass die Programm völlig legal seien. Später war dann bekannt geworden, dass die USA auch massiv diplomatische Vertretungen bespitzeln, sowohl der Europäischen Union, als auch einzelner Mitgliedsstaaten.

Die Kommission selbst verschärfte unterdessen ihren Ton gegenüber den USA. In der kommenden Woche sollen EU-Experten nach Washington fliegen, um die Programme zum Austausch von Bank- und Flugpassagierdaten zu überprüfen. Sollte deren Nutzen und die gesetzeskonforme Umsetzung nicht nachgewiesen werden, müsse man überdenken, "ob die Bedingungen für ihre Umsetzung noch erfüllt sind", erklärte EU-Innenkommissarin Cecilia Malmström der dpa.

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